Generationenhaus- Langnau
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Caring Community

In Bezug auf das Generationen übergreifende Zusammenleben orientiert sich das Generationenhaus an der Mooseggstrasse an der Idee einer Caring Community. Eine solche soll innerhalb des Hauses aber auch im Zusammenleben mit dem Quartier entstehen.

Das Konzept der Caring Community wird als eines der Leitgedanken im Altersleitbild des Kantons Bern erwähnt. Konkret bedeutet dies, dass die im Generationenhaus und im Quartier lebenden Menschen einander soweit kennen, dass sie bereit sind, einfache Hilfestellungen zu leisten oder anzunehmen.

Wie im kantonalen Alterleitbild unter Berufung auf den Alterforscher Thomas Klie von der evangelischen Hochschule Freiburg i.Br. ausgeführt wird, gehören Sorge, Unterstützung und Pflege in die Mitte der Gesellschaft und deshalb auch dorthin, wo die Menschen leben, nämlich in die Dorfgemeinschaft, in die Quartiere, Städte und Regionen. Sorge und Pflege sollen und können nicht einfach an eine Versicherung delegiert werden. Genauso wenig können Sorge und Pflege ausschliesslich den Familien überlassen werden, die oft am Rande der Überforderung stehen.

Klie betont, dass das Thema der Gemeinschaftlichkeit und der Sorge füreinander einen neuen Stellenwert in unserer Gesellschaft bekommen muss.

Gemeinden sollen hierbei eine Art Regiefunktion übernehmen, indem sie Rahmenbedingungen schaffen, die es Menschen auch in einer Situation der Verletzlichkeit ermöglichen, ein gutes, weitgehend selbständiges und selbstbestimmtes Leben zu führen.

Zentral ist dabei, dass alle Leistungen in einer Caring Community beidseits auf Freiwilligkeit beruhen. Sie werden ergänzt und vernetzt mit dem professionellen Angebot von Spitex, Sozialdiensten und anderen vergleichbaren Institutionen.

Entsprechend diesem Leitgedanken, soll rund um das Generationenhaus Mooseggstrasse ein Angebot geschaffen werden, das gemeinsam mit Gemeinde, Sozialdiensten und dem Kanton ausgearbeitet wird.

Für die Caring Community sollen besondere Schnittstellen herausgearbeitet werden, zum Beispiel:

Der Spielplatz soll ein Begegnungsort werden für Kinder, Eltern und Senioren. Er soll auch durch die partizipative Planung und Realisierung die Beziehung zwischen dem Generationenhaus und dem Quartier begründen.

Der Gemeinschaftsraum: Hier soll ein Programm Begegnungen ermöglichen, auch Bildungsveranstaltungen, zum Beispiel zur Hilfestellung im Alltag.

Am schwarzen Brett können Haus- und Quartierbewohner Hinweise auf Veranstaltungen und Hilfe-Angebote und -Nachfragen aufgehängen.

Die gemeinschaftlich organisierte Arbeit soll an festgelegten Unterhaltstagen im Haus und im Aussenraum erledigt werden. Dabei soll es auch möglich sein, Hilfestellungen in den privaten Wohnungen zu leisten.

Das gemeinschaftliche Einkaufen ermöglicht es, in grösseren Mengen direkt bei regionalen Produzenten einzukaufen. Der Vorratskeller funktioniert als Bio-Depot. Wer mitmacht, besitzt einen Schlüssel und holt seine Ware selbständig ab

Der Mittagstisch bringt ein- oder mehrmals in der Woche alle zusammen, die gerne zusammen essen. So wird entlastet, wer keine Zeit zum Kochen hat oder körperlich eingeschränkt ist. Am gemeinsamen Esstisch entsteht Gemeinschaft.