Generationenhaus- Langnau
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Grundsätze der Bewirtschaftung

Vermietung an Genossenschafter
Um eine Wohnung mieten zu können, müssen die Mieter Anteile der Genossenschaft zeichnen. Maximal 20% der Anlagekosten für die Erstellung der gemieteten Wohnung. Als Genossenschafter haben die Mieter ein grosses Mitspracherecht bei den Angelegenheiten der Immobilienverwaltung, die sie selber direkt betreffen.

Solidaritätsdarlehen
Wenn sich eine Partei die Zeichnung der Pflichtanteile nicht leisten kann, kann sie extern oder intern ein entsprechendes Darlehen aufnehmen. Die Genossenschaft vermittelt nach Möglichkeit solche Darlehen.

Mietzinsen
Gemäss Kostenschätzung wurden für das Generationenhaus Mieten berechnet, welche unter den vom Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) vorgegebenen Kostenmieten liegen. Diese beinhalten auch Aufwendungen für die gemeinschaftliche Infrastruktur (Gästezimmer, Gemeinschaftsraum, Gemeinschaftsbad, Waschhalle, Dachgarten etc.).

Es ist das Ziel der gemeinnützigen Genossenschaft attraktive, ökologische und preiswerte Wohnungen anzubieten. Die berechneten Mieten liegen deutlich unterhalb der in der Erhebung von Wüst & Partner für Langnau ermittelten marktüblichen Immobilienpreise für Mietwohnungen

Anlagekostenlimiten
Beim Bau muss ein gemeinnütziger Wohnbauträger die Anlagekosten gemäss Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) / Wohnbauförderungsgesetz einhalten. Diese definieren abhängig vom Standort die Kosten, die beim Bauen einzuhalten sind. Die Anlagekosten (BKP 1-9) für das projektierte Vorhaben belaufen sich gemäss Kostenlimiten auf maximal Fr 6.76 Mio. Dabei ist das im Baurecht zu erwerbende Grundstück mit einem aufkapitalisierten Betrag darin enthalten.

Kostenmiete
Gemeinnützige Wohnbauträger müssen ihre Liegenschaften nach dem Prinzip der Kostenmiete bewirtschaften. Diese wird wie folgt berechnet (Beispiel der Stadt Zürich):
A. Anlagekosten x Verzinsung* = Kapitalkosten.
B. Grundstückwert x Verzinsung = Baurechtszins.
C. Geb.vers.wert x Betriebsquote = übrige Kosten
A + B + C = Höchstzulässige Mietzinssumme\fs18
* gemäss Referenzzinssatz BWO (aktuell 1.75%)

Die Wohngenossenschaft ist als gemeinnütziger Wohnbauträger verpflichtet, die Vorgaben des BWO bezüglich der Kostenmiete einzuhalten. Dies führt dazu, dass hinsichtlich der Ausgestaltung der Mieten und damit der Höhe des Baurechtszinses nur wenig Spielraum besteht

Vorprüfung durch das BWO
Das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) hat in einer Vorprüfung festgestellt, dass das vorliegende Projekt mit den Grundsätzen des gemeinnützigen Wohnungsbaus vereinbar ist.

Gemeindchaftlicher Unterhalt
Das Gemeinschaftskonzept sieht vor, dass die einfachen Unterhaltsarbeiten (Putzen, Glühbirnen austauschen, Aussenraumpflege) von den Bewohnerinnen und Bewohner selber organisiert und ausgeführt werden sollen. Der Vorstand der Genossenschaft arbeitet zu äusserst bescheidenen Tarifen. In seiner Tätigkeit kann er von professionellen Beratern unterstützt werden.