Generationenhaus- Langnau
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Projektbeschrieb

Das Generationenhaus tritt als dreigeschossiger, leicht geknickter, schlichter Baukörper mit Flachdach in Erscheinung. Dreiseitig umlaufende Terrassen staffeln das Haus in der Höhe und schaffen mit der dahinter liegenden Holzfassade einen weichen Übergang vom Gebauten zur Umgebung. Die zonenkonforme Ausnützung von 0.7 wird mit einer Bruttogeschossfläche von 1629 m2 ganz ausgenutzt.

Wer zu Fuss kommt, betritt das Grundstück im Süden von der Mooseggstrasse her. Umrahmt vom alten Baumbestand strahlt das Gebäude Lebendigkeit aus. Die sonnigen Laubengänge des dreistöckigen Gebäudes sind belebt, möbliert und üppig bepflanzt.

Rechterhand befindet sich der belebte Spielplatz, der ein Bindeglied zwischen Haus und Quartier darstellt. Er ist aus Naturmaterialien erstellt und passt optisch zur Fassade aus Holz. Linkerhand am Blumenweg befinden sich unter einem begrünten Dach ein Mobility-Standplatz, acht Mieterparkplätze der autoarmen Siedlung sowie ein Velo-Parkplatz mit E-Bike-Ladestation. Auf der Parzelle entlang der Mooseggstrasse, direkt neben dem Zugang zum Grundstück befinden sich die Besucherparkplätze.

Die Dachfläche der Parkplätze wird so ausgestaltet, dass sie auch begehbar ist und als urbaner Gemüsegarten genutzt werden kann. Damit wird der aufgrund der Belegung mit dem Spielplatz eher eingeschränkte Aussenraum massvoll erweitert.

Direkt beim Hauptzugang befindet sich der Gemeinschaftsraum, der sowohl für die Bewohner wie auch für das Quartier zur Verfügung steht. Hier finden Yoga-Kurse, Filmabende, Diskussionsrunden oder Sitzungen statt. An einem sonnigen Tag ist der Sitzplatz vor dem Gemeinschaftsraum belebt. Eltern und Bewohner trinken einen Kaffee, den sie sich an der öffentlichen Kaffeemaschine gebraut haben.

Der Weg durch die Eingangstür führt in den Innenhof, der dank dem Oberlicht von Licht durchflutet ist. Sitzecken laden die BewohnerInnen zum Verweilen im Mittelpunkt des Geschehns ein. Hier ist der Raum für alltägliche Begegnungen.

Vom Innenhof aus erschlossen sind die Serviceräume (Waschküche, Abstellraum, Kellerräume).

Über die Treppen oder den Lift erreicht man die durchwegs barrierefreien Wohnungen. In den Wohnungen wird ersichtlich, dass es sich um ein Holzhaus handelt. Hier treten die ästhetisch ansprechenden Oberflächen des Konstruktionssystems Truber Holz zum Vorschein.

Durch den Einsatz des innovativen Holzbausystems Truber Holz bekommt das Gebäude eine hohe ökologische Wertigkeit. Das Holz stammt aus der Region und wird lediglich getrocknet und ansonsten naturbelassen verbaut, weitgehend ohne den Einsatz von Fremdstoffen wie Leim, Metall oder Plastik.

Der ökologische Gedanke des Gebäudes wird über die Materialisierung bis zur Energieversorgung konsequent umgesetzt. Das Gebäude wird nach dem Minergie-P-Standard errichtet und nutzt die Sonnenenergie über Sonnenkollektoren und eine Photovolatik-Anlage, für eine teilweise Selbstversorgung mit Strom und Wärme. Zudem wird in der Architektur auf eine besonders gute Nutzung der passiven Sonnenenergie geachtet.

Auf eine Auto-Einstellhalle wird verzichtet. Das Gebäude wird nur teilweise unterkellert. Hier befinden sich die gemeinschaftlichen Serviceräume wie Werkstatt, Lagerkeller und Stauräume. Ebenso ist hier das grosszügige Badezimmer, welches den BewohnerInnen zur Verfügung steht, die in ihren kleineren Wohnungen keine Badewanne haben.

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